In der 33. Woche 2005
stabilisierte sich eine Grosswetterlage VB (Fünf B) über
dem gesamten Alpenraum der Schweiz. Die einzige Messstation von Meteo Schweiz
im Glarnerland bei Glarus mass am 21. August 2005
33,4 Liter/m2 und am 22. August 2005 83,3 Liter/m2. Am 23. August 2005 nach
dem Hochwasser fielen nur noch 0,9 Liter/m2. Die Nullgrad-Grenze lag zu diesem
Zeitpunkt bei über 3300 Metern, sodass im ganzen Alpenraum praktisch
überhaupt kein Schnee fiel und die Wassermassen sich ungehindert in die
Täler und Ebenen ergiessen konnten. Der Escherkanal erreichte um 04.00
Uhr mit 330 Kubikmetern pro Sekunde Abfluss den höchsten Pegelstand seit
1953, also bedeutend höher als 1999.
Während dieses Hochwasser die grössten Schäden für viele Teile der Schweiz bedeutete, hielt das Linthwerk auch diesem Hochwasser in eindrücklicher Weise stand und schützte die gesamte Linthebene. Dennoch erforderten die unbändigen Binnengewässer bei Weesen und Schänis, die sich von den Gebirgsflanken in die Dörfer ergossen, erhebliche Schäden.
| Bilder zum Beginn des Hochwassers | Bilder
von Weesen Zerstörungen durch den Lauibach |
Offener
Brief an den Bundesrat durch den Präsidenten der Linth-Escher-Stiftung |